WIN WIN WIN

Bereits zum dritten Mal wurde in der Mittelschule Markt Indersdorf ein „Bewerbertag“ durchgeführt, um die Schüler auf den Berufsstart vorzubereiten.

15 Firmen waren an diesem Tag zu Gast in der Schule und führten Bewerbungsgespräche mit den Jugendlichen der 8. und M9 Klassen. Ziel war es die vielseitigen Fördermaßnahmen noch zu ergänzen, mit denen die Schule die Jugendlichen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben fit macht.

Bedeutender Unterschied zu den bereits bekannten Berufsorientierungsmaßnahmen war für die Schülerinnen und Schüler, dass sie hier „echten“ Firmenvertretern gegenübersaßen, nicht den allzu bekannten Gesichtern des Schulalltages. In erster Linie erfuhren die Schüler dabei, dass die Firmen ganz bestimmte Erwartungen an Bewerber haben. Dazu gehören nicht nur passende Kleidung, persönliche Berufsvorstellungen oder eine Recherche zum Unternehmen, bei dem man sich vorstellt. Vor allem auch die äußere Form ihres Bewerbungsschreibens entscheidet häufig darüber, ob man „draußen in der Arbeitswelt“ überhaupt eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommt; und Rechtschreibfehler machen hier gar keinen guten Eindruck. Dies oder auch falsche Vorstellungen von einem Beruf könnten bei einer echten Bewerbung sehr schnell das Aus bedeuten, während man in simulierten Gesprächen noch eine Korrekturmöglichkeit hat.

Vorteilhaft für die Schüler war neben dem „Realitätstraining“ also auch, dass sie gleich im Anschluss an ihr Gespräch sofort ein Feedback und hilfreiche Tipps zum Verlauf und ihren Bewerbungsunterlagen bekamen. Durch Lob in ihren Fähigkeiten bestärkt, oder aber kritisch wachgerüttelt, waren die Treffen in jedem Fall ein Gewinn.

Aber auch für die teilnehmenden Firmenvertreter sind die Bewerbungen von großem Interesse. Von einigen Schülern waren die Bewerbertrainer so angetan, dass „wir sie sofort nehmen würden“, wenn es ein tatsächliches Bewerbungsgespräch gewesen wäre. In einigen Fällen bleiben die Kontakte zwischen den Unternehmen und den Schülern bereits bestehen. Sie sehen hier unter anderem eine Chance, denn auch für sie selbst wird es immer schwieriger, junge Leute zu finden, „die sich nicht davor scheuen, mal tatkräftig mit anzupacken“.

Umrahmt wurde die Veranstaltung auch durch ein gemeinsames Brezen-Frühstück und Mittagessen, für das eine Schülergruppe der 10. Klassen alle Beteiligten mit Salatplatten, Lasagne und Tiramisu verwöhnt hatte.

Die beteiligten Firmen berichteten dabei in einer Abschlussrunde zusammen mit den Lehrern und der Schulleitung, von „sehr lebendigen Gesprächen mit anfangs etwas nervösen Schülern“. Insbesondere dieser Kontakt zwischen Firmen und Schule stellt den dritten großen Vorteil der Veranstaltung dar. Nur im direkten Gespräch kann es zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch unterschiedlicher Erwartungen und Vorstellungen kommen.

Am Ende atmeten die Klassenleitungen erleichtert durch, weil die Aktion so reibungslos über die Bühne gegangen war und freuten sich, dass alle Schüler das Projekt ernst genommen und sich sehr intensiv auf die Gespräche und die einzelnen Berufe vorbereitet hatten.

Auf jeden Fall lässt sich festhalten: für alle drei beteiligten Seiten war es ein Gewinn und einer Fortsetzung der Zusammenarbeit sollte nichts im Wege stehen.

Am Bewerberrundlauf beteiligten sich diesmal: die Akademie Schönbrunn, Autohaus Rapp, Danuvius Haus Petershausen, Elektro & Steuertechnik Stichlmeyr, Helios Amperkliniken, Holzbau Herrmann, IT-Technik, Kobold Garten und Landschaftsbau, Kornherr Associates GmbH, MAN Truck und Bus, minovatec Maschinenbau und Alusysteme, MIT Bestle, die Polizei, REWE und die Schreinerei Huber.

Besuch des NS-Dokumentationszentrums in München

Im Rahmen unseres Demokratieprojektes besuchte eine Schülergruppe am 26.03.2019 das NS-Dokumentationszentrum München. Dort erhielten die Schüler eine Führung zum Thema „Jugendliche im Nationalsozialismus in München“. Die Führung beschäftigte sich u.a. mit der Lebensgeschichte des Münchner Zeitzeugen Ernst Grube, der 1932 in München geboren und während des Nationalsozialismus als Jude verfolgt wurde.

Franziska Rex und Petra Weinmeister

Unser Motto: „Schule mit Courage – Schule der Vielfalt“

Rechtsextremismus ist Teil unserer Gegenwart geworden und stellt ein politisches Problem dar. Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, Aufkommen von antimuslimischen Demonstrationen und Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien in der Bundesrepublik sind nur einige Beispiele, sprechen aber für sich.

Kinder und Jugendliche übernehmen oft unreflektiert Meinungen. Die Schule als gesellschaftliche Institution gilt als entscheidender Faktor für die Meinungsbildung von Kindern und Jugendlichen. So ist es unserer Meinung nach notwendig, gerade bei den jungen Menschen Präventivarbeit zu leisten.

Dem demokratisch-menschenrechtlichen Bildungsauftrag möchte und muss sich die Mittelschule Markt Indersdorf stellen. Ziel ist der Auf- und Ausbau von demokratischen Strukturen an unserer Schule durch verschiedene Möglichkeiten demokratischer Mitentscheidung und Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, dass sie ihre Lebensumgebung aktiv mitgestalten können. Den Jugendlichen soll bewusst werden, dass Eigenverantwortung übernehmen und Engagement in allen Lebensbereichen wichtig ist und sie dadurch ihre eigenen Fähigkeiten weiterentwickeln können.

Um dies zu ermöglichen veranstaltete die Mittelschule Markt Indersdorf zum Auftakt dieses Schulentwicklungsprozesses am 26. und 27.03.2019 zwei Aktionstage. Dabei konnten die Schüler in circa 20 Workshopangeboten Einblicke in demokratische Mitwirkungsformen der Schule gewinnen, u.a. an Themen wie „Klassenrat“ oder “Wie gehe ich mit Fake-News bzw. Hatespeech um?“ Weitere Themenfelder, über die unsere Schüler sich informieren konnten, waren beispielsweise „Erkennungszeichen von Rechtsextremisten“ oder „Wie kann man Demokratie stärken bzw. Konflikte mit Mitmenschen lösen?“. Unterstützt wurde die Schule dabei von vielen externen Partnern wie der Polizei Dachau, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Boxschule Dachau oder auch vom Team von Creative Change.

Der Abschluss dieser ersten Aktionstage, die nur als Startschuss zur Demokratieerziehung zu verstehen sind, bildete am Mittwoch der Auftritt des Playback-Theaters „Blickwechsel“ aus Dachau. Dabei konnten alle Schüler von ihren Eindrücken und Impressionen aus den verschiedenen Workshops berichten, die dann szenisch von den Schauspielern umgesetzt wurden.

Insgesamt waren es für alle Beteiligten zwei sehr informative, spannende und abwechslungsreiche Tage. Nun gilt es, die Demokratieerziehung, auch über die geforderten Themenfelder des Lehrplans, in die tägliche Arbeit und in das bestehende Präventionskonzept der Schule zu integrieren. Ein Anfang ist gemacht, wir freuen uns darauf!

Neues von der Natur-AG

Neues von der Natur-AG. Mittlerweile schon seit einigen Jahren, kommt in der Natur-AG eine Wildkamera zum Einsatz. Sie wird an besonders dafür ausgewählten Orten, vor Fuchs oder Dachsbauten, im Biberrevier oder an Wildwechseln, angebracht. Ausgelöst durch einen Wärme- und Bewegungssensor schießt die Kamera dann Fotos der Bewohner oder Gäste. Nachts werden die Bilder durch einen Infrarotblitz ausgeleuchtet und in schwarz-weiß wiedergegeben. Wenn das Gerät dann am nächsten oder übernächsten Morgen wieder abgeholt wird, ist die Spannung groß, ob es gelungen ist, das ein oder andere Tier abzulichten. Ein paar Schnappschüsse sind uns schon gelungen: Neben Fuchs und Dachs auch Biber, Rehe oder sogar ein Graureiher…

Besuch einer Gerichtsverhandlung

Im Rahmen des Fächerverbunds Geschichte/Sozialkunde/Erdkunde besuchte die 7c zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Frau Rex und Herrn Karrer am 20.03.2019 das Amtsgericht Dachau. Im Zusammenhang mit der Thematik Jugend und Recht wurden zuvor im Unterricht u.a. die Themen „Der Jugendliche als Rechtsbeteiligter“ und „Rechtsverstöße und Konsequenzen“ behandelt.
Gespannt verfolgten die Schüler und Schülerinnen dann eine Gerichtsverhandlung und konnten den Ablauf eines Strafverfahrens miterleben. Der Richter beantwortete anschließend bereitwillig Fragen zum Kaufhausdiebstal, zum Prozess und zu seinem Berufsalltag.

Franziska Rex

Top