„Zu Unrecht verhaftet“

So nannten zwei Schülerinnen das Gedicht, das sie über Rosa Parks schrieben. Grundlage war ein Gebrauchstext mit Informationen über die bekannte Bürgerrechtlerin, die mit ihrer mutigen Aktion ein Zeichen gegen die Rassentrennung setzte. In moderner Sprache verarbeiteten Emilia und Rafaela aus der Klasse 7a die Vorkommnisse der 50er Jahre in Reimen.

 

Zu Unrecht verhaftet

Ein Bus, der durch zwei geteilt war

Für dunkle und helle war er da

Als die Schwarzen sich setzten,

wollte der Busfahrer sie hetzen

Denn die Weißen waren zu viel,

sollten sie ihnen die Plätze stehln‘?

 

Doch Rosa Parks, die sagte nein!

Denn sie wollte hier sein!

Dann rief der Busfahrer die Polizei

Die sollten Parks holen

Zeitungsartikel kamen heraus

Doch das machte Parks nichts aus

 

Die Diskriminierung in ihrem Land,

war ihr stets bekannt

Das ärgerte sie zutiefst,

dass sie Leute rief.

Das Risiko war ihr bekannt,

denn Schwarze waren nicht anerkannt.

 

Die Weißen hielten sich für besser

Und dachten, sie wären viel cleverer

Darum waren sie auch anerkannt

Und lebten in Ruhm und Samt

 

Rosa Parks, die musste sich damit abfinden

Und durfte dann aus dem Gefängnis verschwinden!

 

Von Emilia Altmann und Rafaela Kupresak

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7dM im Amtsgericht Dachau

Am 22.05.2019 besuchte die Klasse 7dM zusammen mit ihrem Klassenlehrer Herrn Haag das Amtsgericht Dachau. Zuvor wurde das Thema „Jugend und Recht“ im GSE-Unterricht erarbeitet. Gespannt verfolgten die Schülerinnen und Schüler dann vor Ort eine Gerichtsverhandlung, bei der es um Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ging. So konnte die doch eher etwas trockene Thematik anschaulich und gut nachvollziehbar in den Unterricht eingebettet werden. Nach der Verhandlung nahm sich der zuständige Richter noch etwas Zeit, um die Fragen der Klasse zur Verhandlung und zu seinem Berufsalltagt zu beantworten.

Da man ohnehin bereits in der Altstadt Dachaus war, unternahm die Klasse noch einen kleinen Spaziergang durch den Hofgarten des Dachauer Schlosses.

 

Sebastian Haag

 

Tage im Zeichen der Berufsorientierung

Die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe besuchten in den letzten Wochen im Zuge der Berufsorientierung…

– die Ausbildungsmesse „Vocatium“ in München

– die THINK BIG! auf der Messe „Bauma“ in München

– und die Berufsschule Dachau mit vielen Workshops

…um einen Einblick in verschiedene Berufe zu erhalten.

Die Tage waren für alle Schülerinnen und Schüler sehr spannend und lehrreich. Bestimmt ist sich nun der ein oder andere Schüler in seiner Berufswahl sicherer.

„Demokratie (er)leben“ heißt: „demokratisch sein“

Die Mittelschule Markt Indersdorf hat ein Projekt rund um das Thema „Demokratie“ ins Leben gerufen als klares Zeichen gegen den immer stärker aufkeimenden Rechtsextremismus in Deutschland. Spätestens seit den ersten beiden Aktionstagen rund um „Demokratie (er)leben“ wissen alle, dass die Mittelschule Markt Indersdorf eine „Schule mit Courage“ und eine „Schule der Vielfalt“ ist.

Auch Bürgermeister Franz Obesser wirkte am ersten Aktionstag persönlich mit, weil er diese Präventionsarbeit der Schule und die Tatsache, dass man hier den Bildungsauftrag nicht nur auf Lehrplaninhalte beschränkt, nach Kräften unterstützen will. Außerdem „ist es mir ein wichtiges Anliegen, schon die Kinder dafür zu interessieren, sich in der Gesellschaft einzubringen, nicht wegzuschauen und nicht unreflektiert Meinungen zu übernehmen“, betonte der Bürgermeister.

In der Aktion „Ich will mitmachen, aber wie?“ erfragten sich Indersdorfer Mittelschüler am Beispiel des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ wie Demokratie funktionieren kann.

In zwei bunt gemischten Gruppen aus allen Jahrgangsstufen wurde hier erarbeitet, welche Möglichkeiten auch Kinder und Jugendliche haben, Demokratie tatsächlich zu ER-LEBEN.

Zunächst einmal ging es nur um das Volksbegehren selbst, bei dem man durchaus geteilter Meinung sein kann und bei dem nicht alle Pressemeldungen zu hundert Prozent wahr waren.

Der Kämmerer der Marktgemeinde, Philipp Blumenschein, selbst seit vielen Jahren begeisterter Hobby-Imker, hatte für die Jugendlichen viele interessante und neue Informationen und er hatte eine Menge Fragen zu beantworten. Ergebnis: „des ham mir so gar ned ois g’wusst“ stellte beispielswiese Florian aus der 7. Klasse fest und die Kinder sortierten am Schluss sehr sicher die „Fake-News“ aus exemplarisch vorgestellten Filmen und Beiträgen heraus.

Der Nachmittagsgruppe erklärte der Bürgermeister, was Demokratie bedeutet, wie sie funktioniert und welche Möglichkeiten alle haben, um aktiv mitzumachen.

Trockene Theorie mit Spaß verstehen – an diesem Nachmittag kein Problem. „Das ist ja voll kompliziert“ kommentierten die Schülerinnen und Schüler zunächst die Grafiken und Bilder, die der Bürgermeister präsentierte. Aber dann hatten sie Spaß daran, Wünsche zu äußern, Vorschläge zu machen, zu diskutieren und abzuwägen. Ob es zukünftig doch noch Chips in der Mensa gibt, oder ob die „Bröselware“ weiterhin tabu bleibt, muss sich allerdings noch herausstellen.

Ein Beispiel zur demokratischen Mitsprache kannten die Jugendlichen zum Teil aus eigener Erfahrung: die Jungbürgerversammlung. Denn einige waren schon dabei und nickten eifrig, als der Bürgermeister veranschaulichte, dass hier jeder seine Ideen, Kritik oder Probleme vorbringen kann und dass „wir dann sehr genau prüfen, ob es Möglichkeiten gibt, möglichste viele von euren Vorschlägen umzusetzen, so Obesser. In der jüngsten Bürgerersammlung hatten beispielsweise Mittelschüler aus dem U2 kritisiert dass es in ihren Klassenzimmern seit einigen Jahren im Winter furchtbar kalt sei. Es gab schnell einen Ortstermin mit dem Ergebnis: in diesem Winter konnten die Kinder wieder in warmen Räumen lernen.

Demokratie (er)leben – die Indersdorfer Mittelschüler bleiben dran, denn „ihr könnt und sollt mit reden, denn letztendlich geht es um eure Zukunft.“

 

9a und 9b in Berlin

Am 8. April fuhren die Klassen 9a und 9b gemeinsam mit Frau Hoffmann, Frau Streicher und Herrn Tanriverdi auf Studienfahrt nach Berlin. Wir checkten in einem sehr neuen und modernen Hotel mitten in der Stadt ein. Am ersten Abend durften die Schüler die Stadt selbstständig erkunden. Um Politik kennenzulernen diskutierten die Schüler am Mittwoch im Bundesrat den Gesetzesentwurf „Autoführerschein ab 16“. Im Anschluss radelten wir gemeinsam drei Stunden entlang der Berliner Mauer. Abends ging es dann zum Feiern ins Matrix. Wir hatten einen lustigen und tanzreichen Abend.  Mittwoch bestaunten die Schüler die Preise der Luxusmarken im KaDeWe. Im Anschluss fürchteten sich die Schüler im Berlin Dungeon. Um die Studienreise abzurunden erfuhren die Schüler am Donnerstag, wie es Bürgern Ost-Berlins im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen erging. Abends verbrachten wir dann noch einen sportlichen Abend im Bowling Center am Alexanderplatz. Freitagabend kamen wir erschöpft und glücklich in Markt Indersdorf an.

Insgesamt fanden die Schüler die Reise:

– Toll und lehrreich, weil es lustig und informativ war.

– Super, weil wir alle sehr viel Spaß hatten und nebenbei auch sehr viel gelernt haben.

– Cool, man konnte neue Sachen sehen und erleben, das Highlight war das Matrix.

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