Echt coole Zeiten –Jugendsozialarbeit an der Mittelschule Markt Indersdorf feiert 10-jähriges Jubiläum

Der damalige Schulleiter Martin Güll kämpfte vier bis fünf Jahre gegen viele Widrigkeiten, bevor er den Zuschlag zur Einrichtung des Projekts für die Mittelschule Indersdorf im Jahr 2008 erhielt. Mit dem Kinderschutz München e.V. gewann die Schule einen kompetenten und bis heute sehr kooperativen Träger, so aus heutiger Sicht der Schulleitung Petra Fuchsbichler. Als „unverzichtbare Größe an der Schule“, so Petra Fuchsbichler weiter, zeichnete sich sehr bald ab, dass eine Sozialpädagogin allein zu wenig ist. Nach weiterem zähen Ringen – dank Thomas Frey, dem nächsten Schulleiter, erhielt die JaS 2015 eine Stellenerweiterung auf 1,5 Stellen. „Jugendsozialarbeit an Schule wird nicht in Frage gestellt.“ Sie „… ist nun obligatorisch, selbstverständlich und fest verankert in der Mittelschule… All das trägt nachhaltig zur Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Schülers und zu einem positiven Schulklima bei“, bekräftigt die Schulleitung in ihrer Festrede zur Jubiläumsfeier und zieht das entscheidendste Resümee: „Es ist kein Stigma mehr, sich Hilfe zu holen …“.

Herr Schweitzer, Bereichsleiter vom Kinderschutz München e.V., lobt in diesem Zusammenhang vor allem die Stabilität und Kontinuität durch die JaS-Fachkraft  Frau Dumont, die von Beginn an bis heute mit viel persönlichen Einsatz das Projekt erfolgreich etablierte, weiterentwickelte und sich an der Stellenerweiterung aktiv beteiligte. Mit Frau Schindlbeck gewann 2015 der Verein und damit auch die Schule eine ebenso erfahrene Fachkraft, die seither gemeinsam mit Frau Dumont das JaS-Projekt erfolgreich fortsetzt. Herr Schweitzer bedankt sich bei allen Beteiligten, v.a. bei allen (ehemaligen) Schulleitungen sowie bei der Gemeinde Markt Indersdorf für die hervorragende Zusammenarbeit.

Eine besondere Art der Verbundenheit gegenüber Frau Dumont drückt Frau Satzger vom Amt für Jugend und Familie aus Dachau in ihrem Grußwort aus. Durch die „empathische und hochprofessionelle Beratung“ von Frau Yvette Dumont, später auch von Daniela Schindlbeck „… gelang es der JaS Markt Indersdorf unzähligen Kindern und Jugendlichen neue Perspektiven und Lösungswege zu eröffnen, sowie die Hemmschwelle zur Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugend und Familie Dachau zu reduzieren und individuelle Hilfestellungen zu gewährleisten“, so Frau Satzger (ASD-Leitung).

Frau Danzer, Vorsitzende des Elternbeirats, ist sehr froh, auf inzwischen 10 Jahre Zusammenarbeit mit der JaS vom Kinderschutz München e.V. zurückblicken zu können. Sie betont, dass nur durch das „Zusammenspiel aller Parteien, sei es Schulleitung, Lehrer, Jugendsozialarbeit, Elternbeirat und Eltern … ein wesentlicher Erfolgsfaktor für eine funktionierende Schulfamilie“ geschaffen werden kann. Die Arbeit des Kinderschutz e.V. wird als „wertvolle Unterstützung für den schulischen Alltag und als eine enorme Bereicherung für unsere Schule“ gesehen.

Als Vertreterin der SMV und aller Schüler bedankte sich Cosima bei der JaS, dass sie den Klassensprechern und Streitschlichtern immer ein Ansprechpartner waren und sich für so viele Schüler unserer Schule einsetzen. Frau Hendler, Verbindungslehrkraft und Klassenlehrerin schätzt es, dass die JaS als fester Bestandteil zur Schulfamilie zählt und nicht nur die Schüler*innen unterstützt, sondern auch die Lehrkräfte beratend bei klasseninternen Problemen und intensiv bei der Persönlichkeitsentwicklung einzelner Schüler begleitet. Darüber hinaus schätzt sie die JaS als wichtigen Unterstützer für die SMV, „wenn es darum geht, Verantwortung für andere zu übernehmen. …“, so Frau Hendler. Gemeinsam werden die Schüler*innen dabei gefördert, wie sie „die Vielzahl an Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung des Schullebens und ihres Mitspracherechts …“ erkennen und anwenden können.

Nun gilt es als JaS – von Yvette Dumont und Daniela Schindlbeck – an dieser Stelle DANKE für die 10 Jahre zu sagen. Dieses besondere Erfolgskonzept des Projektes Jugendsozialarbeit an der Mittelschule Indersdorf ist tatsächlich ein Verdienst eines gelungenen Zusammenspiels aller Beteiligten der Schul- und der Jugendhilfefamilie. Dazu gehören in aller erster Linie die Schüler*innen, die ECHT COOL sind, den Mut und die Courage aufbringen, sich helfen zu lassen. Ein großes Dankeschön gilt allen Eltern, die der JaS einen immensen Vertrauensvorschuss geben, denn die meisten Eltern kennen die JaS nicht, bevor sie zu ihnen in die Beratung gehen. Sie verlieren trotz vielen Widrigkeiten nicht die Hoffnung und den Mut und sind bereit sind, neue Wege miteinander zu finden. Dank gilt auch der gesamten Lehrerschaft (Fachlehrer, Klassenlehrer und Schulleitung), mit denen die JaS viele sehr eindrucksvolle und bewegende Momente in den letzten 10 Jahren erlebte und dabei stets das Wohl der Kinder im Fokus blieb. Und nicht zuletzt gilt ein großes Dankeschön an den „heimlichen Joker“ der JaS, allen Kooperationspartnern v.a. im Landkreis Dachau von Frau Dumont und Frau Schindlbeck. Durch sie wurden rasche, professionelle und unkomplizierte Hilfen und Maßnahmen gefunden, durch die die Kinder und Eltern alsbald Entlastung und Normalität in ihren Leben erfahren durften.

Und noch ein ganz persönlicher Dank geht an Birgid Roeder und der Klasse 6a, die meiner Kollegin und mir den Jubiläumstag auf eine wundervolle Weise versüßten.

Yvette Dumont